Christoph „Bulli“ Buhleier
Kennt Ihr das?
Man sieht einen Menschen zum ersten Mal und weiß sofort, dass man sich mit diesem Typen auf jeden Fall sehr, sehr gut verstehen wird?
Genauso war es bei Bulli, den in der Szene später kaum einer unter seinem richtigen Namen Christoph Buhleier kannte.
Ich war gerade ein paar Monate Fanbeauftragter bei Borussia, als ich eine Anfrage für ein Interview für die Fan-Club-Zeitung der „Worzelköpp Röllbach“ erhielt. Gesagt, getan, irgendwann stand Bulli auf der Geschäftsstellen-Matte am Bökelberg und wir beide unterhielten uns einige Stunden über Borussia, die Fanszene, über die Worzelköpp, eigentlich alles, was in irgendeiner Weise schwarz-weiß-grüne Hintergründe hatte.
Dieses Interview war der Startschuss einer teilweise legendären Freundschaft, denn was ich mit diesem verrückten Typen in den nächsten knapp dreieinhalb Jahren erlebt habe, war wirklich alles überragend.
Wie oft wir mit den „Wuppermönchen“ in Röllbach eingefallen sind, kann ich heute nicht mehr zählen. Was ich jedoch weiß ist, dass nicht ein Besuch zumindest spektakulär war. Partys, Fußballturniere und Massenübernachtungen im Hause Buhleier (Mama Buhleier hat alles, wirklich alles, mit einem immer fröhlichen Gesicht mitgemacht).
Dazu natürlich Borussia und die Spiele Heim, wie auswärts. Speziell die Heimspiele wurden schnell zum Kult, denn Bulli kam immer mit mindestens vier Röllbachern in Mönchengladbach an, die in der Regel alle bei mir übernachteten.
Von Freitag auf Samstag und dann vor vier/fünf Uhr zu Hause?
Niemals!
Es war eine wunderbare Zeit und ich möchte Euch natürlich eine Anekdote erzählen.
Bulli und ich hatten ausgemacht, dass wir eine Woche Urlaub in Norddeutschland machen wollten. Ein Wochenende in Glinde (Familie von Detlef und Johannes; auch hier zu finden) und dann weiter nach Hamburg-Pinneberg, zu unserem Kumpel Udo.
Schon das Wochenende in Glinde war der Hammer, denn in einer Disco schoss sich der kleine Bayer (der natürlich ein echter Unterfranke war) so dermaßen ab, dass er noch in der Nacht die Tochter unserer Gastgeber heiraten wollte.
In Hamburg hatten wir für einen Abend Tickets für „Cats“ gekauft und wir waren beide derart begeistert, dass wir am Samstagabend, als wir mit Udo auf der Reeperbahn waren, spontan versuchten für die Abendvorstellung drei Tickets zu bekommen. Eigentlich eine absolute Unmöglichkeit…nicht für uns.
So ein armer Tropf stand vor der Halle und drei seiner Leute hatten abgesagt. Wir bekamen die Tickets für die Hälfte des regulären Preises und sind dann so, wie wir angezogen waren, in dieses Musical, für das sich anderen Menschen richtig fein gemacht hatten.
Mann kann sagen, dass ein langhaariger Bombenleger, der wie Wolle Petry aussah, ein kleiner, in Borussiaklamotten gekleideter Glatzkopf und ein Punker, für einige komische Blicke gesorgt haben.
Das geilste war jedoch, dass wir alle während der zweiten Hälfte eingeschlafen sind…bei Cats…mit Schnarchen…das kann man getrost als Kult bezeichnen.
Es gab wirklich viele tolle Geschichten mit Bulli, für die schon fast ein Reclamheftchen vonnöten ist und ich kann sagen, dass ich den Kleenen niemals vergessen werde.
Unsere Wege trennten sich, als ich dann Vater wurde und er sein Traumfrau Jutta traf, mit der er bis zum Schluss glücklich verheiratet war.
Am Ende ging er viel zu früh, aber er wird nie vergessen werden.
Machet joot, Du Unterfranke!
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Auch hier ist der Account "Spieckers-Corner", unter dem Ihr Inhalte zu "Kreischende Badekappen" findet. Ferner wie bei den anderen Auftritten im Netz alles Wissenswerte rund meine Ansichten...
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